Wir an Sie

Werte Mitbürger und Mitbürgerinnen,

wir haben nur 4 von 50 Sitzen im Kreistag. Also bitte erwarten Sie von uns keine Wunder. Wir können nur der Stachel im Fleisch der Mächtigen sein. Uns gegenüber steht die erdrückende Mehrheit der großen Fraktionen von CDU, SPD und Die Linke. Dennoch schafften wir es durch Fragen, die sonst niemand gestellt hätte, durch Anträge und Beschlussvorlagen Kontrolle und Transparenz nicht nur zur Windproblematik zu verstärken.

Nach wie vor sind wir die einzige politische Kraft, die sich vehement gegen die massenhafte Bebauung unserer Landschaft mit Windkraftanlagen stellt. Das ist gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Fortschreibung des „Sachlichen Teilplanes Windnutzung, Rohstoffsicherung und -gewinnung“ besonders wichtig, denn auch hier wollen die politischen Mehrheiten durchdrücken, dass die Abstände zwischen den einzelnen Windfeldern (derzeit 5 km) wegfallen, um noch mehr Windkraftanlagen in unserer Region errichten zu können. Protest vor der Haustür der Fa. Enertrag AG

Wir sind der Auffassung, dass unsere Region mit fast 400 Windkraftanlagen Ihren Anteil an regenerativer Energiegewinnung Brandenburgs geleistet hat und setzen uns dafür ein, dass keine weiteren Windeignungsflächen mehr ausgewiesen werden.

Neben dem Kampf gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, zu denen diese einmalige Landschaft gehört, drängen wir im Kreistag immer wieder darauf, eine übergreifende Vision für die Uckermark zu entwickeln, die darauf beruht, die Landschaft als eine der wirtschaftlichen Standbeine für unsere tüchtigen Menschen zu erhalten.

Die Region hat große Chancen zum Erholungsgebiet der Berliner zu werden und gleichzeitig dadurch die Lebensqualität der Uckermärker zu verbessern und Arbeitsplätze zu schaffen. Schon heute arbeiten mehr Menschen hier im Tourismus als in der Landwirtschaft. Die versprochenen Arbeitsplätze in der Windindustrie sind nicht gekommen. Gewerbesteuern lassen auf sich warten und den Schaden für sinkende Immobilienwerte zahlt keiner. Zu befürchten ist, dass durch die Windindustrie die touristischen Arbeitsplätze bei uns wegfallen. Wir werden auch weiterhin im Kreistag dafür eintreten, dass diese Tatsachen der Mehrheit bewusst werden.

Wir sind dafür, dass nicht nur landwirtschaftliche Großflächen ihren Platz hier haben, sondern auch kleinteilige, arbeitsplatzintensive Landwirtschaft.

Wir wollen an einer langfristig tragfähigen Vision für unsere Uckermark konstruktiv mitarbeiten und vertrauen darauf, dass es im weiteren Verlauf zu einer wirklichen Zusammenarbeit im Kreistag zwischen allen kommt, die die Uckermark in ihrer Schönheit für uns und nachfolgende Generationen weiterhin lebens- und liebenswert macht.

So grüßen wir Sie alle, bleiben Sie uns kritisch und unterstützend gewogen und tragen Sie alle an Ihrem Platz dazu bei, dass die Hoffnung, die Toleranz und der Mut im täglichen Kampf, wenigsten kleine Schritte für das Gemeinwohl ermöglicht. Insbesondere würden wir uns über Ihre Mitarbeit und Unterstützung, Ihre Kritik und Ihr Lob freuen.

Ihre Kreistagsfraktion „Rettet die Uckermark“ (RdU)
Bernd Hartwich
Gudrun Seedorf
Udo Runde
Gernot Schwill

 
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